Häusliche Gewalt – was tun?
Misshandlungen durch Ehemann, Freunde oder Lebenspartner gehören für viele deutsche Frauen und Kinder zum Alltag, auch wenn Sie in Spanien oder sonstigem Ausland leben. Rund 25 Prozent aller deutschen Frauen in Spanien haben bereits Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. Frauen werden vom Mann geboxt, getreten, gewürgt, an den Haaren gezogen, mit Gegenständen beworfen, mit dem Kopf gegen Wände geschlagen oder Treppen hinunter gestoßen…
Nicht zu vergessen die psychologische Misshandlung: Beschimpfung, Demütigung und Bedrohung Isolierung und ökonomische Gewalt von Menschen, mit denen der Täter zusammenlebt (oder gelebt hat) mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben.
Das Spektrum der Gewalt ist breit.
Einkommen, Bildung oder Alter sind dabei völlig belanglos. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle, Überfälle und Vergewaltigungen zusammen genommen. Ihr eigenes Zuhause ist der gefährlichste Ort für eine Frau.
Das Erleben von Einschüchterungen, Demütigungen, seelischer Grausamkeit und brutaler körperlicher und sexualisierter Gewalt innerhalb „des Schutzes“ der eigenen Privatsphäre erschwert es der Frau, sich Hilfe zu holen, da der Angreifer und Täter gleichzeitig der Vater ihrer Kinder ist. Der Mann, den sie liebt oder geliebt hat. Die so genannte „Privatsphäre“ schützt den Täter: Nachbarn, Bekannte oder auch die Polizei haben Hemmungen, klar Position zu beziehen und den Täter zu verurteilen. Gewalttätige Partner versuchen zudem, die Frau zu isolieren und untersagen ihr Kontakte zu Freunden und Verwandten.
Gewalt in der Partnerschaft ist niemals ein einmaliges Ereignis, meist eskaliert das gewalttätige Verhalten des Mannes. Trotz der gezeigten Reue wird früher oder später wieder zugeschlagen. Aus Angst vor neuen gewalttätigen Konflikten schweigen viele Frauen. Selbst nach schwerer Misshandlung erstatten sie keine Anzeige. So entsteht ein Teufelskreis.
Besonders gefährdet sind Frauen aber auch nach einer Trennung: Viele Gewalttaten geschehen deshalb, weil Männer Angst haben, dass sie verlassen werden. Nicht nur die Frauen sind gefährdet: 70 Prozent der Misshandler schlagen auch die Kinder und missbrauchen sie sexuell.
Einer Studie zufolge vergehen von der ersten Misshandlung bis zu dem Zeitpunkt, an dem Frauen Hilfe von außen in Anspruch nehmen, durchschnittlich sieben Jahre.
Wie können sie das Gewaltschutzgesetz in Spanien nutzen?
Wann hilft eine Anzeige?
Wann ist eine Trennung nötig?
Wie diese vorbereiten?
Welche Rechte bestehen bei der Scheidung?
Wohin flüchten?
Mehr Informationen finden Sie unter “Was ist häusliche Gewalt”.
Die rechtlichen Schritte kann Ihnen unsere Kanzlei erklären. Natürlich werden Ihre Daten und Information absolut vertraulich behandelt; d.h., Ihre Privatsphäre bleibt uneingeschränkt geschützt.
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